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Russland will Europa und Asien mit Internetkabel verbinden

Das russische Telekommunikationsunternehmen Rostelecom arbeitet an einem Projekt, das eine sichere Internetverbindung zwischen Europa und Asien gewährleisten soll. Die Verlegung des Kabels durch ganz Russland wird voraussichtlich gut 460 Millionen Euro kosten.

Der führende Anbieter im Bereich Ferngespräche in Russland, Rostelecom, hat mit der Umsetzung eines ambitionierten Vorhabens begonnen, das eine sichere und schnelle Telekommunikation zwischen Europa und Asien gewährleisten soll. Das Unternehmen will für voraussichtlich 40 Milliarden Rubel (mehr als 460 Millionen Euro) ein leistungsstarkes Kabel von der westlichen bis zur östlichen Grenze des Riesenlandes verlegen.

Dem Firmenchef Ossejewski soll das moderne Hochleistungskabel in Zukunft über den Meeresgrund nach Japan und Hongkong verlegt werden. Dabei will Rostelecom die Hälfte der Kapazität für die inländischen Zwecke reservieren. Der Rest wird dann für den internationalen Datentransfer bestimmt sein.

 

Die Datenmengen wachsen weltweit und Russland kann den einfachsten und sichersten Weg der Datenübertragung von Europa nach Asien zur Verfügung stellen.


Ossejewski schätzte das Interesse von Partnern in Europa und Asien als ziemlich hoch ein. Der Rostelecom-Chef betonte, dass das Projekt außerdem der russischen Wirtschaft nutzen werde: Es ist wichtig, dass man für die Verlegung der Linie, die praktisch quer durch das ganze Territorium Russlands verlaufen wird, aktiv kleinere und mittlere Unternehmen heranziehen wird. Das heißt, die Bauarbeiten sollen überall mit Kräften der regionalen Teilnehmer umgesetzt werden.

 

Dem Plan zufolge soll sich das Projekt fünf Jahre nach der Inbetriebnahme bezahlt machen. Momentan beendet Rostelecom ein großes Programm der Entwicklung der Basisinfrastruktur im Fernen Osten Russlands. (TASS)