· 

Chinesisches Geld für Tesla‘s neue Gigafactory

Tesla stellt seine Elektroautos bisher ausschließlich in den USA her. Das erste Auslandswerk für zwei Modelle und Fahrzeugbatterien soll nahe der chinesischen Metropole Shanghai entstehen. Die Finanzierung steht - chinesische Banken gewähren Mega-Kredit.

Tesla hat die Finanzierung für sein neues Werk in Shanghai gesichert. Mehrere chinesische Banken haben sich bereit erklärt, dem Elektroautobauer bis zu 3,5 Milliarden Yuan bereitzustellen, teilt Tesla mit. Das sind umgerechnet 465 Millionen Euro. Zu den Kreditgebern gehören demnach die China Construction Bank, die Agricultural Bank of China, die Industrial and Commercial Bank of China und die Shanghai Pudong Development Bank. Was Trump offensichtlich nicht beherrscht zeigen die Chinesen – es werden Arbeitsplätze geschaffen, während in den USA das Handelsdefizit auf einem 10-jahres Hoch steht.

Tesla hatte den Grundstein für sein erstes ausländisches Werk im Januar gelegt. Der Elektroautobauer will in der "Gigafactory 3" schon Ende des Jahres mit der Model-3-Produktion für den chinesischen Markt beginnen. Der Baufortschritt (s. Bild) stellt diesen Zeitplan jedoch in Frage. In dem Werk sollen zudem Batterien für die Fahrzeuge hergestellt werden. Langfristig will Tesla dort auch sein neues SUV-Modell Y fertigen. Ziel ist eine Jahresproduktion von 500.000 Fahrzeugen.

Tesla stellt seine Fahrzeuge bisher ausschließlich in den USA her. Das erste Werk befindet sich am Firmensitz im kalifornischen Fremont. Bei dem zweiten handelt es sich um die "Gigafactory 2" im US-Bundesstaat Nevada. Mit dem neuen Werk in Shanghai will der Autobauer chinesische Importzölle umgehen. Zudem verringern sich dadurch die Transportkosten, die Löhne in China liegen niedriger und beim Bau der Autos in China profitiert das Unternehmen von Subventionen für Elektroautos.

Tesla-Aktien verbesserten sich nach Bekanntgabe der Meldung im nachbörslichen Handel um 2,3 Prozent. Am Donnerstag hatten Tesla-Papiere bereits 0,1 Prozent zugelegt.