Chinesischer Konzern baut größte Batteriefabrik der Welt

Während die deutsche Industrie zögert, geht China in der Batteriefertigung voran. Jetzt investiert BYD 1,3 Milliarden Euro in ein gigantisches neues Werk.

Der chinesische Auto- und Batterieproduzent BYD will bis zum nächsten Jahr eine Batteriefabrik bauen, die mit einer Kapazität von 24 Gigawattstunden die größte der Welt wäre. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg soll die Fabrik genug , um jährlich 1,2 Millionen Fahrzeuge des in China beliebten SUV-Modells „Tang“ auszustatten. Damit würde die Produktionskapazität des Unternehmens vervierfacht.

Der Konzern, dessen Zentrale im südchinesischen Shenzhen nahe Hongkong ist, investiert in die Fertigungsstätte, die in der nordöstlichen Provinz Qinghai nahe Tibet entsteht, umgerechnet 1,3 Milliarden Euro. Die Fläche des Baus soll 1 Million Quadratmeter betragen, was einem Sechstel der Fläche des Volkswagen-Stammwerks in Wolfsburg entspricht. 100 Roboter sollen die Batterien herstellen.

Erst kürzlich hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine „Aufholjagd“ Europas bei der Batterieproduktion gegenüber Asien und Amerika gefordert. Der amerikanische Elektroautobauer Tesla will seine Batteriefabrik im Bundesstaat Nevada auf eine Kapazität von 35 Gigawattstunden ausbauen. Tesla will auch in China eine Fabrik errichten. Auch Deutschland zieht Musk für eine Tesla-Batteriefabrik in Erwägung.

Das Interior des neuen "Tang" von BYD


Daneben gibt es auch Berichte, dass der chinesische Hersteller CATL in Thüringen eine Fabrik errichten will. Auf Anfrage der F.A.Z. wollte sich das Unternehmen aus der südöstlichen Provinz Fujian nicht dazu äußern. CATL ist mit einer Kapazität von 64 Gigawattstunden schon heute der größte Batteriehersteller der Welt und arbeitet derzeit an einem weiteren Ausbau um 24 Gigawattstunden.

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